Mir säged Danke: Mohamed Abdel-Gaber

Die Nachbarschaftshilfe im Kirchenkreis vier fünf zählt über 90 aktive Freiwillige. Einer von ihnen ist Mohamed Abdel-Gaber. Auf Anfrage zeigt der gebürtige Ägypter älteren Menschen im Quartier, wie sie sich in der digitalen Welt besser zurechtfinden. Punktuell gibt er Schüler:innen Nachhilfe. Mit seiner besonnenen und empathischen Art ist er damit ein Vorbild und eine integrative Kraft für die Gesellschaft.

«Gemeinschaft entsteht nicht von alleine. Jeder sollte sich einbringen.» Davon ist Mohamed Abdel-Gaber fest überzeugt. So begann er vor etwa fünf Jahren mit seinem Engagement in der Nachbarschaftshilfe. Wenn jemand Unterstützung beim Einrichten des E-Bankings, beim Handygebrauch oder bei anderen Fragen rund um die Digitalisierung benötigt, dann weiss Miriam Moser genau, wen sie zu dem Hilfesuchenden schickt. Sie ist Sozialdiakonin in der Johanneskirche im Kirchenkreis vier fünf und koordiniert als Geschäftsleiterin der Nachbarschaftshilfe im Kreis fünf Angebot und Nachfrage. Inmitten dieses dynamischen und kulturell vielfältigen Zürcher Stadtteils verbindet sie die Menschen. Nicht selten entstehen sogar tragende Freundschaften aus den Begegnungen.
Während andere Freiwillige bei Garten- oder Reparaturarbeiten, beim Einkaufen und vielen weiteren Aufgaben des Alltags helfen, ist Mohamed Abdel-Gaber zur Stelle, um bei digitalen Fragen am Computer oder Handy zu unterstützen. «Ich setze mich dafür ein, dass keiner in der Gesellschaft den Anschluss verliert; dass die Leute mitkommen. Gerade die Digitalisierung erschwert das den älteren Menschen.» Es gebe für ihn nichts Schöneres, als zu hören «Danke, das hat mir geholfen!», so der Ingenieur und Geschäftsführer eines IT-Unternehmens.
«Ich setze mich dafür ein, dass keiner in der Gesellschaft den Anschluss verliert. Gerade die Digitalisierung erschwert es den älteren Menschen mitzukommen.»
Nachbarschaftshilfe baut Brücken
Als unabhängige Non-Profit-Organisation ist die Nachbarschaftshilfe Zürich in 14 städtische Nachbarschaftshilfen organisiert. Einige arbeiten eng mit der Reformierten Kirche zusammen. Menschen jeden Alters fördern durch ihre selbstlosen Hilfsangebote den sozialen Zusammenhalt und schaffen Verbindungen. «Man geht einmal zu einer Person nach Hause, unterstützt sie bei etwas Kleinem und schafft damit den menschlichen Kontakt, den Austausch. Die Nachbarschaftshilfe leistet zudem Unterstützung und Dienstleistungen für Menschen, wenn alternative Angebote fehlen. Manchmal kann sie sogar den Eintritt in ein Altersheim hinauszögern», erklärt Miriam Moser. Mohamed Abdel-Gabers Anliegen ist es, genau diese Werte in der Gesellschaft zu stärken: Verbundenheit und Zusammenhalt. «Es geht darum, solidarisch miteinander umzugehen, etwas zurückzugeben», betont er.
Verantwortung für die Gemeinschaft
Seit kurzem engagiert sich Mohamed Abdel-Gaber auch im Vorstand der Nachbarschaftshilfe im Kreis fünf», so Miriam Moser. «Wir freuen uns sehr darüber. Er hat jede Menge Ideen, wie man die Nachbarschaftshilfe entwickeln könnte, hat viel Energie und ist immer positiv. Er beflügelt uns dadurch.»
Diese Form des Miteinanders sei für ihn auch eine Frage des Glaubens. Denn es bedeute, «für andere da zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Das tue ich gerne mit Liebe und Engagement.» So motiviert Mohamed Abdel-Gaber schliesslich andere, an der Freude des Gebens und Nehmens einer lebendigen Nachbarschaft teilzuhaben.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Angebot der Nachbarschaftshilfe in Zürich und zu den Angeboten in den jeweiligen Quartieren:


