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Mir säged Danke: Mohamed Abdel-Gaber
Gemeinschaft & Engagement

Mir säged Danke: Mohamed Abdel-Gaber

Mohamed Abdel-Gaber enga­giert sich in der Nachbar­schafts­hilfe. Dabei hilft er Jugend­lichen mit Nach­hilfe und älteren Menschen in der digi­talen Welt.
11.06.2025Anja HürlimannKirchenkreis vier fünf
Geschätzte Lesedauer: 3min
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Esther Ramp (67), pensionierte Katechetin und freiwillige Mitarbeiterin.
Mohamed Abdel-Gaber engagiert sich im Zürcher Kreis fünf in der Nachbarschaftshilfe. Anja Hürli­mann

Die Nachbar­schafts­hilfe im Kirchen­kreis vier fünf zählt über 90 aktive Frei­willige. Einer von ihnen ist Mohamed Abdel-Gaber. Auf Anfrage zeigt der gebürtige Ägypter älteren Menschen im Quar­tier, wie sie sich in der digi­talen Welt besser zurecht­finden. Punktuell gibt er Schüler:innen Nach­hilfe. Mit seiner besonnenen und empa­thischen Art ist er damit ein Vor­bild und eine inte­grative Kraft für die Gesell­schaft.

Mohamed Abdel-Gaber engagiert sich im Zürcher Kreis fünf in der Nachbarschaftshilfe.
Mohamed Abdel-Gaber engagiert sich im Zürcher Kreis fünf in der Nachbarschaftshilfe.
Anja Hürli­mann

«Gemein­schaft ent­steht nicht von alleine. Jeder sollte sich ein­bringen.» Davon ist Mohamed Abdel-Gaber fest über­zeugt. So begann er vor etwa fünf Jahren mit seinem Engage­ment in der Nach­bar­schafts­hilfe. Wenn jemand Unter­stützung beim Ein­richten des E-Bankings, beim Handy­gebrauch oder bei anderen Fragen rund um die Digi­tali­sierung benötigt, dann weiss Miriam Moser genau, wen sie zu dem Hilfe­suchenden schickt. Sie ist Sozial­diakonin in der Johannes­kirche im Kirchen­kreis vier fünf und koordi­niert als Geschäfts­leiterin der Nachbar­schafts­hilfe im Kreis fünf Angebot und Nach­frage. Inmitten dieses dyna­mischen und kultu­rell viel­fältigen Zürcher Stadt­teils ver­bindet sie die Menschen. Nicht selten ent­stehen sogar tragende Freund­schaften aus den Begeg­nungen.

Während andere Frei­willige bei Garten- oder Reparatur­arbeiten, beim Ein­kaufen und vielen weiteren Auf­gaben des Alltags helfen, ist Mohamed Abdel-Gaber zur Stelle, um bei digi­talen Fragen am Computer oder Handy zu unter­stützen. «Ich setze mich dafür ein, dass keiner in der Gesell­schaft den An­schluss ver­liert; dass die Leute mit­kommen. Gerade die Digi­tali­sierung erschwert das den älteren Menschen.» Es gebe für ihn nichts Schöneres, als zu hören «Danke, das hat mir geholfen!», so der Ingenieur und Geschäfts­führer eines IT-Unternehmens.

«Ich setze mich dafür ein, dass keiner in der Gesell­schaft den Anschluss ver­liert. Gerade die Digi­tali­sierung erschwert es den älteren Menschen mit­zukommen.»
Mohamed Abdel-Gaber

Nachbarschaftshilfe baut Brücken

Als unab­hängige Non-Profit-Organi­sation ist die Nachbar­schafts­hilfe Zürich in 14 städtische Nachbar­schafts­hilfen organi­siert. Einige arbeiten eng mit der Refor­mierten Kirche zusammen. Menschen jeden Alters fördern durch ihre selbst­losen Hilfs­angebote den sozialen Zusammen­halt und schaffen Ver­bindungen. «Man geht einmal zu einer Person nach Hause, unter­stützt sie bei etwas Kleinem und schafft damit den mensch­lichen Kontakt, den Aus­tausch. Die Nachbar­schafts­hilfe leistet zudem Unter­stützung und Dienst­leistungen für Menschen, wenn alter­native Ange­bote fehlen. Manchmal kann sie sogar den Ein­tritt in ein Alters­heim hinaus­zögern», erklärt Miriam Moser. Mohamed Abdel-Gabers Anliegen ist es, genau diese Werte in der Gesell­schaft zu stärken: Verbunden­heit und Zusammen­halt. «Es geht darum, soli­darisch mitein­ander umzugehen, etwas zurück­zugeben», betont er.

Verantwortung für die Gemeinschaft

Seit kurzem enga­giert sich Mohamed Abdel-Gaber auch im Vorstand der Nachbar­schafts­hilfe im Kreis fünf», so Miriam Moser. «Wir freuen uns sehr darüber. Er hat jede Menge Ideen, wie man die Nachbar­schafts­hilfe entwickeln könnte, hat viel Energie und ist immer positiv. Er beflügelt uns dadurch.»

Diese Form des Mitein­anders sei für ihn auch eine Frage des Glaubens. Denn es bedeute, «für andere da zu sein und Ver­ant­wortung zu über­nehmen. Das tue ich gerne mit Liebe und Engage­ment.» So moti­viert Mohamed Abdel-Gaber schliess­lich andere, an der Freude des Gebens und Nehmens einer leben­digen Nachbar­schaft teilzu­haben.

Hier finden Sie weitere Infor­mationen zum Ange­bot der Nachbar­schafts­hilfe in Zürich und zu den Angeboten in den jeweiligen Quartieren:


https://www.nachbarschaftshilfe.ch/

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