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Mir säged Danke: Jann Knaus
Gemeinschaft & Engagement

Mir säged Danke: Jann Knaus

Jann Knaus (53) ist ehren­amt­licher Leiter des Sing­projekts «Vierstimmig», das in der Wiediker Bühl­kirche regel­mässig vier­stimmige Kirchen­lieder und Choräle an­stimmt.
29.04.2025Anja HürlimannKirchenkreis drei
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Der angehende Sozial­diakon Jann Knaus (53) leitet das Sing­projekt «Vierstimmig» in ehren­amt­licher Tätig­keit.
Der angehende Sozial­diakon Jann Knaus (53) leitet das Sing­projekt «Vierstimmig» in ehren­amt­licher Tätig­keit. Anja Hürli­mann

Einmal im Monat erfüllt der Klang vier­stimmiger Kirchen­lieder und Choräle die Wiediker Bühl­kirche im Kirchen­kreis drei. Der angehende Sozial­diakon Jann Knaus (53) leitet hier das Sing­projekt «Vierstimmig» in ehren­amt­licher Tätig­keit. Die Sänger:innen kommen teils von weit her und geniessen den Abend in singendem Einklang.

«Vierstimmig» verstehe sich dabei nicht als Chor, erklärt der gelernte Orgel­bauer und angehende Sozial­diakon. «Wir sind eine wechselnde Gruppe von zehn bis 15 Menschen. Es gibt keine Ver­pflich­tung. Man kann einfach kommen, wenn man möchte. Jedes Mal sind andere Leute da und es tönt jedes Mal wieder ganz anders.» Nur der Ablauf ist immer gleich. Jeweils an einem Donners­tag im Monat sortiert Jann Knaus abends zwölf Stapel Noten­blätter in die vorderste Reihe der Kirchen­bänke. Er hat sie sorgsam nach einer festen Drama­turgie ausge­wählt, immer passend zum Kirchen­jahr. Die Sänger:innen bedienen sich an den Werken, stellen sich in einen Kreis und beginnen nach einem kurzen Ein- und Ansingen ihren Gesang in Bass-, Tenor-, Sopran- und Alt­stimme. Am Klavier werden sie von Sander Lekkerkerk begleitet.

«Die schönsten Momente sind dann, wenn man sich von den Noten lösen kann, in dem Raum und in der Runde sein und den Klang und die Energie spüren kann.»
Jann Knaus

Geistige Klänge erfüllen Kirchen und Seele

Schon mit den ersten Tönen ent­faltet sich ein energie­voller Klang in der Bühl­kirche. Es wird greif- und hörbar, wie sehr diese Lieder die Singenden im Herzen berühren. «Diese Klang­dimen­sion mit den Menschen zu ent­decken, sie zu teilen, ist etwas Besonderes», findet Jann Knaus. In seiner bescheidenen Art erzählt er, wie sehr das Singen ihn von Kind­heit an prägte und stärkte. Beim «Vierstimmig» nun seien für ihn die schönsten Momente, wenn man sich von den Noten löse, ganz im Raum und in der Runde sei, den Klang und die Energie spüre. Und wenn die Lied­texte einem Mut machen, hin­aus­zugehen und «das Licht des Glaubens nach aussen zu tragen.» Dank­barkeit für sein Tun erfährt er von den Sänger:innen selbst, grossen Rück­halt erhält er zudem von den Pfarr­personen, vom Kirchen­kreis und der refor­mierten Kirche Zürich, die das Projekt mit­trägt.

Ein Projekt für alle Menschen

Jann Knaus betont, dass die Gruppe für alle Inte­ressierten jeder­zeit offen sei, unab­hängig vom gesang­lichen Können, vom Wohnort oder der Religion. Sängerin Rahel Suter nimmt für den Abend regel­mässig eine Anfahrt von über einer Stunde aus dem Knonauer­amt auf sich. «Jann hat eine gute Art, mit Menschen umzu­gehen. Ich komme, weil es wie ein Gottes­dienst ist und weil man kommen kann, wie man ist,» betont sie. Dem pflichtet auch Hanspeter Haupt bei. «Ich singe Bass und freue mich, dass ich hier mit­machen kann, ohne gross zu üben. Jann trägt dieses Pro­jekt und sein Engage­ment ist wirk­lich gut.» Er wie alle anderen Teil­nehmenden profi­tieren auf vielen Ebenen vom Singen im Projekt «Vierstimmig» und hoffen, dass es noch lange weiter­bestehen wird.

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