Mir säged Danke: Esther Ramp

Wenn Esther Ramp (67) von ihrem Engagement für die Markuskirche im Zürcher Kirchenkreis elf erzählt, strahlt ihr Gesicht. Im Tätigsein für andere geht sie vollends auf. Gemeinsam mit Freund:innen und ihrem Ehemann Kurt organisiert sie Anlässe für die Gemeinde. Mit anderen eine Gemeinschaft zu pflegen ist schlicht ihr Lebenselixier – und das seit fast 35 Jahren.
«Schon als Kind erlebte ich Kirche als etwas sehr Lebendiges und Spannendes.» Esther Ramps Augen leuchten, wenn sie auf ihr Leben zurückblickt. «Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt, wenn ich an Aktivitäten in der Kirche teilgenommen habe.» Dieses Erlebnis von Gemeinschaft, von Wärme, gibt die aktive Rentnerin seit vielen Jahren selbst an Menschen der Gemeinde weiter – indem sie da ist, anpackt und aktiv mitgestaltet. Ihr sicheres Gespür für die Bedürfnisse der Menschen aller Altersgruppen ist dabei ihr Kompass.
«Durch meine Arbeit kann ich etwas davon verschenken, was ich habe.»
Gestärkt und beseelt vom Miteinander
Mit Freund:innen und ihrem Mann Kurt, der viele Jahrzehnte Sigrist und Hauswart in der Markuskirche war, organisiert sie den beliebten Bazar, sie kocht im Frühlingslager für Kinder, organisiert den Kirchenkaffee nach den Gottesdiensten oder hilft beim Frühstück «Time-out» am Samstagmorgen. Neben ihrer Freiwilligenarbeit war die sechsfache Mutter seit 2005 viele Jahre als Katechetin in der Bildungsarbeit der Gemeinde beschäftigt. «Der Ort bedeutet Heimat für mich. Hier bin ich für Menschen da. Es macht mich glücklich, wenn ich sehe, dass die Menschen nach einem Anlass zufrieden heim gehen.» Jeden Tag neue Erfahrungen zu machen, sich auszutauschen und andere Horizonte zu erleben, wie sie sagt, ist eine Kraftquelle für die Rentnerin. Es hält sie jung. Ihr Glaube stützt sie dabei. «Er ist für mich etwas alltäglich Gelebtes und nicht gebunden an einen Gottesdienst.» Geben und Nehmen in schönster Form – von Esther Ramp lernen wir, was es heisst, den Glauben authentisch zu leben.