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Loslaufen, loslassen
Gemeinschaft & Engagement

Loslaufen, loslassen

Die neue Saison hat begonnen: Ab sofort lädt das Pilgerzentrum Zürich wieder zu besinnlichen Pilgerwanderungen am Ende des Tags ein.
24.04.2026,Erik Brühlmann,Kirchgemeinde
Geschätzte Lesedauer: 3min
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Zwei Wanderer mit grossen Rucksäcken und Stöcken gehen durch eine gepflasterte Stadtstrasse.
Man muss nicht weit weg, um zu pilgern. Feierabend-pilgern Sie! Unsplash | Tomasz Anusiewicz
Das Wichtigste auf einen Blick
Das Pilgerzentrum Zürich bietet geführte Feierabend-Pilgerwanderungen in und um Zürich an. Die Wanderungen sind schweigend und bieten neue Ausblicke auf die Stadt. Pilgern ermöglicht es, dem Alltag zu entfliehen und Ruhe zu finden. Interessierte jeden Alters und Berufs sind willkommen, das Angebot ist gratis.

Pilgern ist eine Reise, für die man keine weiten Wege und schon gar nicht ins Ausland gehen muss. Wer den Beweis dafür möchte, schliesse sich einer der geführten Feierabend-Pilgerwanderungen an, die das Pilgerzentrum Zürich anbietet.

Der Alltag ist laut. Und schnell. Und intensiv. Und ständig im roten Bereich. «Deshalb tut es ja so gut, raus zu gehen, durchzuatmen und loszulaufen», sagt Pfarrerin Franziska Bark Hagen, Leiterin des Pilgerzentrums Zürich. «Das Herz wird frei, der Atem wird weit, Verhocktes kommt in Gang – das passiert einfach beim Laufen, ohne dass man sonst etwas dafür tun muss.» Bereits in der zweiten Saison bietet das Pilgerzentrum an jedem dritten Dienstag im Monat das Feierabendpilgern an: maximal zweieinhalb Stunden lange Pilgerwanderungen in und um Zürich, die bei jedem Wetter und von wechselnden Pfarrpersonen der Kirchgemeinde Zürich geleitet stattfinden. «Alle Interessierten sind ohne Anmeldung willkommen, das Angebot ist gratis», sagt Franziska Bark Hagen. «In der Regel haben wir jeweils Gruppen von etwa zwölf bis zwanzig Personen.»

Schweigend pilgern

Die feierabendlichen Pilgerwanderungen verlaufen zumeist schweigend. Unterbrochen wird die besinnliche Stille lediglich von Impulsen, welche die Pilgerbegleitpersonen an ausgesuchten Stellen der jeweiligen Routen setzen. «Sie sind eine Art roter Faden, der die Pilgernden durch den Abend führt», sagt Franziska Bark Hagen. Niederschwellig, nicht hochtheologisch, aber durchaus beherzt, wie die Pfarrerin es beschreibt. Sie fügt hinzu: «Die meisten Pilgernden kommen genau wegen des geführten Schweigens.» Einfach mal bei sich sein, einfach mal mitlaufen, einfach mal empfangen dürfen. Diese Art, den Feierabend zu verbringen, fasziniert Pilgernde allen Alters. Auch aus allen Berufen? Die Pfarrerin schmunzelt. «Pilgern ist ein wunderbarer Gleichmacher», sagt sie. «Alle haben gutes Schuhwerk an den Füssen, robuste Kleidung, einige einen Rucksack. Da kann man die Bankerin nicht mehr vom Gärtner unterscheiden, und das ist gut so.»

Neue Ausblicke

Das Feierabendpilgern ist ein spirituelles Angebot, bei dem auf neuen Wegen entdecken, und es kommen Seiten an der Limmatstadt zum Vorschein, die man noch gar nicht kannte – oder die man in der Hektik des Alltags einfach ständig übersieht.

Feierabendpilgern

Haben Sie Lust zu pilgern? Über folgenden Link gelangen Sie zu den Feierabendpilger-Terminen 2026:

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