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Geschichte

Von den Dominikanern zur Stadtkirche

Schon wenige Jahre nach der Gründung des Predigerordens liessen sich Dominikaner in Zürich nieder. 1231 begannen sie mit dem Bau der Predigerkirche: einer turmlosen romanischen Bettelordenskirche für die ganze Stadt. Bildung und Predigt standen im Zentrum ihres Wirkens. Um 1330 wurde die Kirche nach einem Brand durch einen grossen gotischen Chor erweitert. Das ehrgeizige Bauvorhaben geriet jedoch ins Stocken, sodass der Chor später in vereinfachter Form vollendet wurde.

Reformation und neue Nutzung

Mit der Aufhebung der Bettelorden 1524 wurde das Kloster dem benachbarten Spital angegliedert und die Kirche profaniert. Schiff und Chor wurden getrennt; im Chor lagerte man Korn, im Kirchenschiff standen Weinpressen. Erst rund 150 Jahre später erhielt das Schiff als reformierte Pfarrkirche der neuen Gemeinde Niederdorf wieder eine kirchliche Funktion. Der damalige frühbarocke Umbau prägt den Raum bis heute.

Predigern heute

Die Predigerkirche knüpft bewusst an das Erbe ihrer Gründer an. Sie versteht sich als «auberge spirituelle» und baut ihre Arbeit auf Gastfreundschaft, Offenheit und Präsenz im Alltag der Stadt auf. Tagsüber ist sie geöffnet und bietet Raum für Stille, Gebet, Seelsorge und Begegnung. Mittagsgebet, ökumenische Angebote und die «Bibliathek» machen sie heute zu einer Kirche für die ganze Stadt.

Führungen
Wir öffnen unsere Türen für Ihr Erlebnis: Entdecken Sie die Kirchenräume aus neuen Perspektiven.

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