KGZ Logo
Städtebauliche Situation / Lage

Die Kirche liegt auf einer kleinen Hügelkuppe inmitten einer Parklandschaft und ist von weither sichtbar. Zusammen mit den Schulhäusern Halde A und B (Regensbergstrasse 108 und 112) sowie dem Schulhaus Liguster (Ligusterstrasse 20) bildet sie ein locker zusammenhängendes Konglomerat öffentlicher Bauten.

Die Anlage selbst wird durch ein Wegsystem gegliedert. Baumgruppen stehen in grosszügigen Rasenflächen. Von der Regensbergstrasse führt ein geschwungener, asphaltierter Weg hinauf zur Kirche. Baueingabepläne von 1902 zeigen den Platz vor der Kirche grösser als heute und in geschwungener Form. 1956 wurde die niedrige Stützmauer entlang der Regensbergstrasse gebaut und wahrscheinlich zur gleichen Zeit der Platz vor der Kirche begradigt und verkleinert.

Im Parkbereich hinter der Kirche liegt ein kleiner, lauschiger Sitzbereich unter Bäumen.

Baubeschreibung

Aufgrund seines Mauerwerks (Bollinger Sandstein) rustikal wirkender Kirchenbau über kreuzförmigem Grundriss. Offene Säulenhalle als Haupteingang im Nordosten, dreiseitiger Chor im Südwesten sowie schlanker, campanileartiger Turm unter hohem Spitzhelm in der östlichen Ecke. Rundbogenfenster in verschiedenen Formen und Grössen. Heller weiter Innenraum mit Kuppelgewölbe über Vierung und mit Emporen in allen vier Kreuzarmen. Gegenüber dem Haupteingang in der Mittelachse Kanzelwand mit erhöhter Kanzel, davor Abendmahltisch, darüber Chorbühne mit Orgel.

Würdigung

Die Oerlikoner Kirche steht wie auch die 1896 erbaute Bühlkirche oder die Kreuzkirche von 1905 mit ihrem zentralisierten Kirchenraum und kreuzförmigen Grundriss ganz in der Tradition der Predigtkirchen. Im Gegensatz zu den anderen, gleichzeitig erbauten Kirchen wird hier aber kein üppiger Historismus zelebriert, sondern eine dem Zeitgeist und dem Charakter entsprechende schlichte, einfache Gestaltung bevorzugt. Stilistisch kommt sie mit ihren geschweiften, ausladenden Dachgiebeln und romanisierenden Rundbogenfenstern, ihrem rustikalen Mauerwerk und ländlichen Turmhelm der Definition einer ländlichen Heimatstilkirche recht nahe. Die reformierte Kirche Oerlikon sollte gemäss Asper eine echt schweizerische Kirche werden, in schlichten einfachen Formen ohne Prunkwerk, dafür solid und massiv ausgeführt.

Ausstattung

Drei Glasfenster in den Giebeln (dornenbekrönter Christuskopf sowie Allegorien der Kirchenmusik und des Kirchengesanges), Georg Röttinger, Zürich; Evangelistenbilder (Gemälde an den Bogenanfängen der Vierung) mit barockisierender Stuckrahmung, M. Schmid, München; Kanzelwand aus hellem Savonnière-Stein, geformt im Jugendstil und behauen von Bildhauer Paul Abry, Zollikon; Zwei Gemälde mit Darstellungen der Bergpredigt beidseits der Kanzel, M. Schmid, München

Orgeln
  1. Orgel, Th. Kuhn, Männedorf
  2. Orgel, Firma Orgelbau AG, Genf, 1967 Wissenswertes zu dieser Orgel finden Sie hier

Glocken

4 Glocken, Jules Robert, Puntrut

Garteninventar

Im Inventar der schützenswerten Gärten und Anlagen

Baujahr

1908, Architekt Adolf Asper, Künstler Paul Abry, M. Schmid, Georg Röttinger

Renovation Innenrenovation

Jahr 1941 Architekt Karl Scheer

Renovation Innenrenovation

Jahr 1973–1974, Architekt Emil Rütti

Renovation Aussenrenovation (Turm und Kirchendach)

Text: «Reformierte Kirchen der Stadt Zürich», Hochbaudepartement der Stadt Zürich, Amt für Städtebau, Archäologie und Denkmalschutz, 2006

Diese Website verwendet Cookies und speichert unter Umständen persönliche Daten zur Unterstützung der Benutzerfreundlichkeit. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.