
Reformation
Erneuerungsbewegung
Die Reformation war eine kirchliche Erneuerungsbewegung, die das westliche Christentum tiefgreifend veränderte. In der Schweiz wurde sie besonders von Huldrych Zwingli und Johannes Calvin geprägt. Ausgangspunkt war die Kritik an Missständen wie Ablasshandel, Ämterkauf und einer Kirche, die sich nach Ansicht vieler Gläubiger zu weit vom biblischen Zeugnis entfernt hatte.
Zürich und Zwingli
Für Zürich wurde das Jahr 1519 entscheidend: Damals wählte der Rat Huldrych Zwingli als Leutpriester ans Grossmünster. Zwingli predigte fortlaufend durch biblische Bücher, kritisierte Söldnerwesen, Heiligenkult und Messe und gewann damit Unterstützung in Bevölkerung und Regierung. Die Zürcher Reformation wurde deshalb nicht nur kirchlich, sondern auch politisch gestaltet. In der Folge wurden Altäre und Bilder entfernt, Klöster aufgehoben und kirchliche Strukturen neu geordnet.

