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Kirche Höngg

Geschichte der Kirche Höngg

Die reformierte Kirche Höngg, Zentrum des kirchlichen Lebens im Quartier, gehört zu den ältesten Kirchen in der Gegend und wurde vermutlich nach dem Jahr 700 gegründet.

Die Kirche Höngg war eine Eigenkirche, das heisst eine von einem Grundeigentümer auf eigenem Land und eigene Kosten erbaute Kirche. 870 wurde die sie an das Kloster St. Gallen übertragen, 1359 an das Kloster Wettingen, das bis ins 19. Jahrhundert Rechte an der Kirche behielt.

Die Kirche Höngg in ihrer heutigen Form ist der fünfte Bau seit der ersten urkundlichen Erwähnung. War das ursprüngliche Kirchlein mit etwa 5 mal 9,5 Metern relativ klein, wurden ums Jahr 1000 neue Mauern und ein Chor aufgebaut. Der Chor war innen halbrund, aussen viereckig. Danach wurden die älteren Mauern abgerissen. Aus dieser Zeit stammt noch ein Teil der Südwand mit dem angedeuteten Rundbogenfenster.

Um das Jahr 1250 wurde die Kirche um 5,5 Meter nach Westen hin verlängert. Noch heute ist das gotische Spitzbogen-Doppelfenster bei der Empore erhalten.

Im alten Zürichkrieg (1443) wurde die Kirche teilweise zerstört. Ab 1446 wurde sie wieder aufgebaut und dabei nochmals nach Westen hin verlängert. Durch die Verbreiterung nach Norden im Jahre 1703 kam nicht nur eine neue Empore hinzu, der Eingang und der Chorbogen sind seither nicht mehr in der Mitte gelegen.

Renovationen

1968/69 wurde die Kirche umfassend renoviert. Dabei erhielt sie einen neuen Taufstein (von Otto Müller) sowie zwei moderne, farbige Chorfenster (von Franz K. Opitz), und die Emporentreppe wurde ins Kircheninnere verlegt.

Sechseckiges Taufbecken aus Stein mit Blumenstrauss auf der Seite in der hellen Kirche Höngg.
Taufstein von Otto Müller

Die Glocken

Die vier Glocken der Höngger Kirche sind weitherum hörbar. Sie sind in C-Dur gestimmt. Die grösste Glocke, die C-Glocke, schlägt die Stunde und wiegt 2777 Kilogramm. Zusätzlich wird sie um elf Uhr geläutet. Die Kleinste, ebenfalls eine C-Glocke, wiegt 335 Kilogramm und ertönt jeweils um 16 Uhr. Alle Glocken zusammen rufen zum Gottesdienst. Am Samstagabend läuten sie den Sonntag ein.

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Die Orgel

In der Höngger Kirche gab es als typisch reformiertem Gotteshaus bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts keine Orgel. Ein Vorsänger, oft war dies der Dorflehrer, stimmte die Lieder an. Ab 1868 wurde ein Harmonium gemietet. Am 2. Januar 1898 wurde die erste Höngger Orgel eingeweiht.

Während der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Orgel umgebaut und erweitert. Sie besass über 17 Register und 1104 Pfeifen. Die umgebaute Orgel verfügte auch über einen Elektromotor, der für die nötige Lufterzeugung sorgte. Zuvor musste ein Mann oder ein kräftiger Bursche für zwei Franken pro Dienst den Blasebalg treten.

Am 21. März 1965 versagte die Orgel mitten im Gottesdienst wegen Holzwurmbefalls ihren Dienst. Sie konnte wieder soweit instand gestellt werden, dass sie bis zum Einbau der neuen Orgel im Jahre 1972 spielbar war.

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Andrea Claris

Grundriss der Kirche Höngg

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